Frühling über's Jahr

Das Beet schon lockert
Sich's in die Höh'
Da wanken Glöckchen
So weiß wie Schnee;
Safran entfaltet
Gewaltg'e Glut,
Smaragden keimt es
und keimt wie Glut.
Primeln stolzieren
So naseweis,
Schalkhafte Veilchen
Versteckt mit Fleiß;
Was auch noch alles
Da regt und webt,
Genug, der Frühling
Er wirkt und lebt.
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832)
Und wieder ist es soweit. Der Frühling kommt und die Blumen und Kräuter sprießen mit ihren satten Farben aus der Erde. Auf den Wiesen findet man nun wieder Kräuter wie Löwenzahn, Melisse, Spitzwegerich und Brennnesseln. Was auf den ersten Blick wie Unkraut aussieht, sind in Wahrheit Heilpflanzen mit jahrhundertelanger Tradition. Mit Löwenzahn können Sie nicht nur einen schmackhaften Salat bereiten. Als Tee wird er bei Störungen des Gallenflusses mit Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl sowie Appetitlosigkeit angewendet. Melissenblätter eignen sich durch ihren frischen zitronenartigen Geschmack gut zum Würzen von Salaten. In Teeform mindern sie nervös bedingte Einschlafstörungen sowie funktionelle Magen-Darm-Beschwerden.
Junge Brennnesselblätter kann man wie Spinat zubereiten und erhält ein mineralstoffreiches und leckeres Gericht. Brennnesselblättertee wird zur Durchspülung der ableitenden Harnwege und zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden angewendet.
Frischer Spitzwegerich auf einer Insektentichwunde zerrieben, kann den Juckreiz lindern. Als Tee ist er aufgrund seiner Schleimstoffe ideal bei Katarrhen der Luftwege.
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Letzte Aktualisierung:24.06.2009, 15:28Uhr |